Lesesaal

Lesesäle und Präsenznutzung

Nicht jeder Bestand verlässt das Haus. Wissenschaftliche Bibliotheken und Archive halten einen erheblichen Teil ihrer Werke als Präsenzbestand vor, der nur vor Ort im Lesesaal genutzt werden kann. Diese Form der Nutzung schützt empfindliche, seltene oder häufig nachgefragte Materialien und sichert ihre dauerhafte Verfügbarkeit.

Lesesaal einer Universitätsbibliothek mit Arbeitsplätzen
Lesesaal einer Universitätsbibliothek. Foto: Wikimedia Commons (CC).

Was den Lesesaal ausmacht

Ein Lesesaal verbindet Arbeitsplätze mit unmittelbarem Zugang zu ausgewählten Beständen. Die Deutsche Nationalbibliothek etwa stellt ihre gesammelten Medienwerke überwiegend für die Nutzung in den Lesesälen in Leipzig und Frankfurt am Main bereit. Eine Ausleihe nach Hause ist dort nicht vorgesehen.

Typische Merkmale

  • Freihandbereich: direkt zugängliche Nachschlagewerke und Fachliteratur.
  • Magazin: geschlossener Speicher, aus dem Bestände auf Bestellung in den Lesesaal gebracht werden.
  • Arbeitsplätze: Tische mit Stromanschluss, teils Carrels für längeres Arbeiten.

Magazinbestellung

Werke aus dem geschlossenen Magazin werden über den Katalog bestellt und nach einer Bearbeitungszeit am Ausgabeort bereitgelegt. Die Bereitstellungszeit hängt vom jeweiligen Haus und vom Standort des Bestandes ab.

Nutzung im Archiv

Archive arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip, folgen jedoch eigenen Regeln. Unterlagen werden im Lesesaal eingesehen, nachdem sie bestellt und bereitgelegt wurden. Für die Benutzung können Schutzfristen gelten, etwa beim Bundesarchiv, das Unterlagen des Bundes dauerhaft verwahrt und zugänglich macht. Vor einem Besuch empfiehlt sich der Blick in die Benutzungshinweise der Einrichtung.

Vorbereitung eines Besuchs

  • Öffnungszeiten und etwaige Anmeldepflicht des Lesesaals prüfen.
  • Benötigte Werke vorab im Katalog recherchieren und bestellen.
  • Hinweise zu erlaubten Hilfsmitteln und zur Aufbewahrung von Taschen beachten.

Weiterführende Quellen